Neue Legislatur – Alte Themen

Neue Legislatur – Alte Themen

Am vergangenen Donnerstag fand die erste und damit konstituierende Sitzung des Ortsbeirats 8 nach der Kommunalwahl 2021 statt. Und auch wenn sich die Sitzverteilungen und Personen zum Teil verändert haben, sind die politischen Themen weiterhin die Gleichen geblieben. Einige davon möchte ich hier kurz aufzählen und meine Gedanken dazu loswerden.

Heddernheimer Steg

Wie viele in der Nordweststadt schon mitbekommen haben werden, ist die Sanierung (häufig auch verkauft als Modernisierung) des Heddernheimer Stegs am Nordwestzentrum bereits angelaufen. Der 1968 errichtete und bereits 1985 erstmals sanierte Steg wird durch eine Stahlkonstruktion ersetzt. Zudem wird auch auf der Ostseite die Treppe erneuert und überdachte Fahrradstellplätze errichtet. Die Gesamtkosten für die Planung und den Bau belaufen sich auf etwa 2,3 Millionen Euro. So weit, so gut. Da auch die neue Variante nicht vollends barrierefrei sein wird und man die bisherige Stufenrampe offenbar entfernen wird, könnte der Aufzug in Zukunft einer noch höheren Dauerbelastung ausgesetzt sein. Bei den bisherigen Ausfallzeiten eine absolute Zumutung für Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwagen. Seit Beginn fordert u.A. Karlheinz Grabmann einen zweiten, zusätzlichen Aufzug. Dieser Forderung möchte ich mich an dieser Stelle absolut anschließen. Schade, dass man hier nicht zu einer besseren Lösung gekommen ist.

Europaschule

Die “Europaschule” in Niederursel ist seit Jahren ein großes Thema – nicht nur im Ortsbeirat 8. Seit Ewigkeiten ist man auf der Suche nach einem neuen, geeigneten Standort. Wenn ich meine Haustür verlasse, kann ich die “Container-Schule”, welche als Erweiterung der Europaschule notwendig wurde, gut einsehen. Große Flächen in Frankfurt sollten eigentlich verfügbar sein, u.A. in EZB-Nähe, denn viele Schüler sind Kinder von EZB-Mitarbeitern aus ganz Europa. Letzteres ist für mich auch ein riesengroßer Aspekt, mich für einen Verbleib der Europaschule in Frankfurt auszusprechen. Allerdings scheint die Standortsuche noch viel, viel länger zu dauern. Schade – denn am Ende werden hier viele persönliche Befindlichkeiten auf dem Rücken der Schüler und Lehrer ausgetragen. Abgesehen davon ist die Verkehrssituation zu Schulbeginn und Schulschluss im Praunheimer Weg eine absolute Katastrophe für Alle. Mittlerweile ist der Umzug ja wohl schon beschlossene Sache. Schön, wenn man jetzt auch noch einen geeigneten Standort dafür finden könnte.

Sanierung der Ernst-Reuter-Schule

Ein weiteres, längst überfälliges Thema ist die Sanierung der Ernst-Reuter-Schule. Auch hier werden viele “Probleme” auf dem Rücken der Schüler und Lehrer ausgetragen. Die Schulen sind viel zu lange mit ihrem tristen und längst veralteten Dasein auf sich alleine gestellt gewesen. Mit insgesamt rund 1700 Schülern ist das zwischen dem Praunheimer Weg und dem Hammarskjöldring gelegene Schulzentrum eines der größten der Stadt. Das Amt für Bau und Immobilien hat den Auftrag zur Planung mittlerweile erteilt. Vorgesehen ist, die Planung bis 2022 abzuschließen und im Jahr darauf mit dem Bau zu beginnen. Ob das Wirklichkeit wird? Ich unterstütze definitiv eine Sanierung der ERS und wünsche mir, dass neben der baulichen Sanierung auch die digitale Welt nicht zu kurz kommt.

Sperrmüll in der Nordweststadt

Das Sperrmüll-Problem war ja auch ein wichtiger Baustein meines kleinen Wahlkampfs. Auch im Ortsbeirat ist das Thema angekommen und soll nun “gelöst” werden. Ich erwarte in dieser Sache auch noch den ein oder anderen Antrag im OBR. Aus meiner Sicht gehen die Ideen hier aber nicht weit genug. Auch wenn ich weitere Sperrmüllkäfige gut finde, löst das am Ende nicht das Problem der Masse an des Mülls. Dies kann nur durch eine Aufstockung von Personal und einer häufigeren Anzahl an Abfuhren ermöglicht werden. Übrigens: Eine Art “schnelle Eingriffstruppe” der FES, die auch wirklich schnell eingreift und wilde Ablagerungen nach Meldung zügig einsammelt und entsorgt, wäre für ganz Frankfurt wünschenswert.

Foto: FR.de / unger

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