Nachlese zur Kommunalwahl II

Nachlese zur Kommunalwahl II

Die Kommunalwahl in Hessen ist Geschichte. Nun ja, Geschichte und Zukunft zusammen, wenn man so will. Tatsächlich sind nun drei Tage vergangen, noch nicht alle Stimmen vollends ausgezählt und dennoch halte ich den Zeitpunkt für diesen Beitrag für richtig.

Das Ergebnis [für den Römer]

Als die ersten Trendwahlergebnisse zur Wahl in den Frankfurter Römer kamen und ich vor lauter grün nur noch an einen Fußballplatz denken konnte, bin ich bis heute noch ein wenig geschockt. Wenngleich mir auch klar gewesen ist, dass die Grünen in Frankfurt (und vielen weiteren Großstädten) deutlich zulegen werden, ist das Endergebnis für mich persönlich dennoch ein kleiner “Schock“. Der Abfall der SPD – irgendwie nachzuvollziehen, oder? Uns aus meiner Sicht auch richtig und konsequent. Davon ausgenommen sind, wie man sieht, viele SPD-Listen in den Ortsbeiräten. Auch das finde ich in Ordnung, denn in den Ortsbeiräten wird zum Großteil ordentlich gearbeitet, auch von der SPD. [Das hoffe ich doch zumindest!] Zum Ergebnis der CDU fällt mir an sich gar nicht viel ein. Offenbar ist ein Großteil der Stammwähler bei der CDU geblieben. Die AfD ist schwächer als von mir erwartet, danke Frankfurt! Die FDP fährt auch ein erwartbares Ergebnis ein und könnte sich ggf. sogar als dritte Kraft einer Koalition anbieten. Ob das mit den Grünen machbar ist – ich ja weiß nicht. Was im Bund gescheitert ist, muss nicht zwangsläufig auch in Frankfurt scheitern. Außerdem könnte die FDP durch eine Koalitionsbeteiligung der Autoverdrängung wenigstens teilweise entgegenwirken. Doch das ist alles Zukunftsmusik. Die Linke? Naja, die sind halt da. Sorry, aber mehr fällt mir dazu einfach nicht ein. Eigentlich hoffe ich nur, dass nicht Grün-Rot-Rot oder dergleichen kommt. Zum Ergebnis der Freien Wähler Frankfurt komme ich im nächsten Absatz.

Das Ergebnis der Freien Wähler [für den Römer]

Das wir Freien Wähler nicht die absolute Mehrheit erreichen werden: Klar. Das wir Freien Wähler ein absolut tolles Team haben: Klar. Das ich – trotz meiner kurzen Zugehörigkeit – das direkte Gefühl hatte, dazu zugehören: Klar. Das man es als kleine Partei/Liste unglaublich schwer hat, gegen unzählige weitere kleine Parteien zu bestehen? Auch klar. Dennoch bin ich vom Ergebnis durchaus enttäuscht. Erhofft hatte ich mir um die drei Freien Wähler im Römer – geworden ist es stand jetzt, einer. Das ist unglaublich schade, da dass Team mit großer Leidenschaft für den Einzug in den Römer geworben und gearbeitet hat. Ich hoffe ganz stark, dass wir mit unserem Kandidaten im Römer in Zukunft auch etwas mehr positive “Eigenwerbung” in Form von ggf. Anträgen oder dergleichen erzielen können. Für Unterstützung stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung.

Das Ergebnis im Ortsbeirat 8

Auch hier sind die Stimmen noch nicht vollends ausgezählt und ich schreibe das vor Ende des amtlichen Endergebnisses. Die Grünen sind auch hier sehr stark, ebenso die CDU – beide werden sich wohl die gleiche Anzahl an Sitzen teilen. Aus meiner Sicht ein klares Zeichen gegen den geplanten Stadtteil-Neubau und den Erhalt des Feldes in der Nordweststadt. Gleich dahinter reiht sich die SPD ein, gefolgt von den Linken und dann der FDP, den BFF und den Freien Wählern.

Natürlich freue ich mich über den Wiedereinzug von meinem Freund und Förderer, Karlheinz Grabmann. Mit ihm bleibt ein klar, weit– und vielschichtig denkender Part im Ortsbeirat 8 erhalten. Für meine Wenigkeit hat es nicht ganz gereicht, wenngleich ich mit dem Ergebnis an sich zufrieden bin. An dieser Stelle vielen Dank für Ihre Stimmen! Auch wir hatten tolle Leute, welche sich zur Wahl gestellt haben. Ich hoffe das wir auch in der Zukunft – wenn auch nicht als Fraktion im Ortsbeirat – tolle Dinge erarbeitet und über Karlheinz Grabmann ggf. in den Ortsbeirat tragen können. Das bringt mich auch direkt zu meinem letzten Absatz.

Wie geht es nun weiter?

In einem Telefongespräch konnte ich bereits mit Karlheinz Grabmann über Kleinigkeiten des weiteren Vorgehens beraten. Wir sind beide der Meinung, dass der persönliche Kontakt zu den Menschen absolut wichtig ist und man sich die Ängste und Sorgen am besten in persönlichen Gesprächen annehmen muss. Natürlich ist hier Corona auch leider ein Thema, denn beispielsweise der persönliche Wahlkampf fiel quasi komplett aus. Auch Feste, wie bspw. bei der Feuerwehr Niederursel, fielen den Beschränkungen zum Opfer. Hier möchte ich/möchten wir in Zukunft wieder mehr mit den Menschen ins Gespräch kommen. Es geht einfach nichts über den persönlichen Kontakt. Zudem wollen wir uns, wie oben kurz erwähnt, mit eigenen Anträgen aktiv beteiligen. Außerdem habe ich bereits einige Ideen, um unser Handeln im/für den Ortsbeirat 8 auch im Internet effektiver an den Mann zu bringen. Mehr dazu folgt, denke ich, im April.

Nun kann man eigentlich nur noch gespannt auf das amtliche Endergebnis sein und abwarten, wie sich Verhandlungen und Co entwickeln. Es werden in jedem Fall interessante Jahre in Frankfurt. Und nicht vergessen: Bereits im September sind Bundestagswahlen.