Nachlese zur Kommunalwahl

Nachlese zur Kommunalwahl

Die Kommunalwahl

Die Kommunalwahl an sich verlief aus meiner Sicht recht unspektakulär. Das übliche Gestichel von der einen auf die andere Seite. CDU gegen SPD, Grüne gegen Alles und so weiter. Irgendwie finde ich, es ist trotz so vieler großer Themen so wenig passiert, dass das schon fast erschreckend ist, oder?

Meine persönliche Nachlese

Dafür das meine Kandidatur zur Kommunalwahl für mich sehr überraschend kam bin ich letztendlich doch sehr zufrieden. Da ich diesen Beitrag bereits etwa eine Woche vor dem wirklichen Wahltag schreibe, weiß ich auch mein persönliches Ergebnis nicht. Natürlich hoffe ich, gemeinsam mit dem Ein oder Anderen Kandidaten der Freien Wähler in den Ortsbeirat 8 einziehen zu können, das würde mich wirklich sehr freuen und ich hätte große Lust darauf! Alles in Allem hat mir der abgespeckte Wahlkampf dennoch großen Spaß gemacht. Neben dem Plakatieren habe ich im nahen Umfeld ein paar FREIE WÄHLER-Flyer, gespickt mit einem kleinen Sascha Guntermann-Aufkleber in die Briefkästen geworfen und online versucht, meine Ideen und Lösungsvorschläge an Mann und Frau zu bringen. Ob das erfolgreich war, findet man sicherlich recht schnell in einem anderen Beitrag.

Entsetzen über Plakat-Krieg

Bei Schneegestöber und mit geliehenem Transporter sowie meiner Frau und den besten Freunden die man sich wünschen kann, haben wir versucht Plakate der FREIEN WÄHLER sowie des Spitzenkandidaten Karlheinz Grabmann nach allen Vorgaben der Stadt Frankfurt in der Nordweststadt, in Niederursel und in Heddernheim zu hängen. Häufig war das nicht möglich, denn u.A. an Verkehrsschilder und Kreuzungen ist das Hängen von Plakaten untersagt. Da wir direkt zur Plakatier-Erlaubnis begonnen haben unsere Plakate aufzuhängen, war von vielen anderen Parteien bis dato nicht viel zu sehen. Doch schon einige Tage später, als ich eine Runde drehte um zu schauen ob sie Plakate gelöst haben, war ich regelrecht entsetzt. Weder die Höhenbeschränkung, noch Verkehrsschilder und/oder vor Kreuzungen wurde Halt gemacht. Ein absoluter Plakat-Krieg war ausgebrochen. Und zu allem Überfluss wurden viele unserer Plakate nach oben oder unten geschoben und dabei häufig geknickt, respektive zerstört. Im Praunheimer Weg hängt ein Plakat nach dem Hochschieben so hoch, dass ich nur auf ein Herunterfallen hoffen kann, sobald alle anderen Parteien/Listen ihre Plakate darunter entfernen. Andernfalls bräuchte ich vermutlich die Feuerwehr.

Ich musste für mich feststellen, dass sich die Arbeit aus meiner Sicht in der heutigen Zeit fast gar nicht mehr lohnt. Denn seien wir mal ehrlich – wer achtet denn tatsächlich auf die Plakate, besonders bei dieser Plakat-Flut. Zur Arbeit kommt für mich der wesentlich wichtigere Aspekt, in Zukunft auf Plakate verzichten zu wollen: Hat sich mal Jemand Gedanken über den Müll gemacht, der mit diesen Plakaten produziert wird? Natürlich gibt es Parteien und Listen, welche ihre Plakate wiederverwenden, dennoch find ich es schon bedenklich, wenn gefühlt 10.000 Plakate einer Partei in Frankfurt hängen. Das ist absolut nicht mehr zeitgemäß. Viele bringen an dieser Stelle das Argument, der Bürger würde nicht mitbekommen, dass eine Wahl ansteht. Das halte ich allerdings für Schwachsinn. Abgesehen von den Wahlbenachrichtigungen könnten auch weiterhin Wesselmänner für genügend Aufmerksamkeit sorgen. Zudem wird man ja auch mit postalisch zugestellter Wahlwerbung überhäuft – auch das sorgt für Aufmerksamkeit.

Wie geht es nun weiter?

Da gibt es natürlich zwei etwas abweichende Möglichkeiten:

Möglichkeit 1:

Sollte ich wider erwarten tatsächlich in den Ortsbeirat einziehen und ein Mandat bekommen, wird das sicherlich erst einmal sehr aufregend und bedarf einer gewissen Eingewöhnung. Aber ich denke, das bekomme ich hin. Dann geht es natürlich darum zu schauen, wie viele meiner Ideen Anklang im gesamten Ortsbeirat finden und welche sich tatsächlich gemeinsam als Vorschlag an die Zuständigen weiterleiten lassen. Sollte ich im Ortsbeirat sitzen, werde ich den Bürger an den Entscheidungen teilhaben lassen und transparent berichten. Für mich eigentlich eine Selbstverständlichkeit, für viele offenbar nicht. Zudem möchte ich Bürgerideen und Bürgerbeschwerden, die im Laufe der Legislatur entstehen und aufkommen, in den Ortsbeirat einbringen – denn dafür ist er auch da.

Möglichkeit 2:

Der Wähler entscheidet sich nicht für mich, dafür für Andere, z.B. für Karlheinz Grabmann. Mit den – für mich ist klar, dass mindestens ein Kandidat der FREIEN WÄHLER-Liste in den Ortsbeirat einziehen wird – Freunden und Kollegen der FW-Liste möchte ich gemeinsam an Ideen und Projekten arbeiten. Denn auch wenn ich nicht persönlich im Ortsbeirat vertreten wäre, könnten meine Mitkandidaten auch Vorschläge und Ideen meinerseits in den Ortsbeirat einbringen. Zudem würde es mir eine große Freude machen, Ortsbeiratsmitglieder bei Fragen rund um meine Lieblingsthemen beraten zu können.

Wie dem auch sei wird sich mein politisches Engagement auch nach der Kommunalwahl 2021 nicht auflösen. Ich werde weiter für meine Ideale, Ideen und Projekte streiten.