Infrastruktur in der ‘Nordi’

Infrastruktur in der ‘Nordi’

Die gesamte Nordweststadt ist verkehrstechnisch schon seit langer Zeit den Massen an Verkehr nicht mehr gewachsen. Bürger die aus der Nordweststadt zur Arbeit pendeln treffen hier auf Besucher des Nordwestzentrums, auf Eltern-Taxen zur Ernst-Reuter- oder Europaschule und den Busverkehr, der sich durch die Straßen quält. Längst ersticken große Teile der Nordweststadt: Mangelnder Parkraum, schlechte Busverbindungen und ein vollkommen nicht-abgestimmter Verkehrsmix führen unweigerlich zu Problemen. Die Nordweststadt im Gesamten braucht endlich ein auf alle Verkehrsteilnehmer abgestimmtes Verkehrskonzept, welches niemanden benachteiligt. Wir brauchen, vor allem in den Abend- und Nachtstunden weiteren Parkraum. Dabei könnten beispielsweise in den unzähligen Wendehammern für festgelegte Zeiträume das Parkverbot aufgehoben werden. So ermöglicht man in großen Teilen neuen Parkraum und verhindert, dass an den unmöglichsten Stelle geparkt wird. (Straßenkreuzungen, Feuerwehrzufahrten, etc.) Radwege müssen ausgebaut und/oder einer Intensivpflege unterzogen werden. Große Kreuzungsbereiche können mit “roter Radweg-Farbe” deutlicher gekennzeichnet, Fahrradampeln installiert werden. Dies fördert nicht nur das Umsteigen auf das Rad sondern erhöht auch definitiv die Sicherheit. Das Modernisierungen und vor allem Vernetzen von Ampelanlagen könnte sowohl dem Individualverkehr zu Gute kommen, als auch dem ÖPNV: Rollt ein Fahrzeug an, schaltet die Ampel frühzeitig auf grün – gegebenenfalls auch nur für einen Bus sofern eine Busspur vorhanden ist. Das erhöht nicht nur die Pünktlichkeit sondern sorgt durch das flüssige Fahren für weniger Schadstoffausstöße. Das lästige Stehen an einer roten Ampel, obwohl sonst kein weiteres Fahrzeug in der Nähe ist, entfällt. Neben der Pünktlichkeit sind die Möglichkeiten des flüssigen Umsteigens im Nordi-Busverkehr häufig ein Problem: Meist fährt der Anschlussbus einem kurz vor der Nase weg. Das kommt zum einen eben durch die Unpünktlichkeit, verursacht durch Staus und undurchdachte Ampel- und Straßenplanungen und zum Anderen durch nicht abgestimmte Fahrzeiten. (Busfahrer/Busfahrerinnen nehme ich hier mal bewusst raus, der Job ist häufig schon schwer genug, da muss man nicht immer noch draufhauen.) Hier gibt es definitiv Besserungsbedarf. Zudem bin ich großer Freund der digitalen Abfahrtsanzeigen – davon gibt es in Frankfurt leider noch viel zu wenig.

Um die Nordweststadt auch für die Zukunft zu wappnen darf auch der Ausbau der digitalen Infrastruktur, also des Glasfaser- und 5G-Ausbaus nicht außer Acht gelassen werden. Hier gibt es auch noch einige Stellen die offenbar vergessen wurden.